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Wolfgang „Schobert“ Schulz sang ab 1961 mit seinem Schulkameraden Reinhard Mey und einem wechselnden dritten Mann als „Les trois Affamés“ (Die drei Verhungerten) englische, französìsche und spanische Folklore sowie selbstvertonte Balladen von François Villon und Gedichte von Georg von der Vring (u.a. auch mit Peter Rohland).
Lothar „Black“ Lechleiter machte ebenfalls seit 1961/62 in verschiedenen Gruppen Folkloremusik und traf im Herbst 1965 auf Schobert. Beide verstanden sich auf Anhieb und gründeten noch im Herbst 1965 das Duo „Schobert & Black“. Im Sommer 1966 traten sie auf der Burg Waldeck erstmals als Schobert & Black auf. Ihr Repertoire bestand zunächst aus Vertonungen von Texten von Fritz Graßhoff und Nachdichtungen französischer Chansons. Später sangen sie hauptsächlich Chansons sowie politisch-satirische und lustige Lieder aus eigener Feder.
Schobert lieferte dazu die Kompositionen und Arrangements sowie viele Texte, die zum Teil in Zusammenarbeit mit Black oder Schoberts Schulfreund Wolfgang Eickelberg entstanden. Darüber hinaus schrieb Schobert auch für Kollegen wie Joana, Antonia Maass und Inga & Wolf oder produzierte Künstler wie Hanns Dieter Hüsch, für dessen Album „Abendlieder“ Schobert z.B. sämtliche Titel als Orchesterarrangements ausarbeitete.
Insgesamt viermal waren Schobert & Black auf der Burg Waldeck. Black war früher bereits mit den „Neussern“, später „Pontocs“, auf der Burg. 1964, beim ersten Festival, traten sie bereits auf, überwiegend mit südamerikanischen und afrikanischen Liedern. 1969 folgte die erste Tour Schobert und Blacks mit Hannes Wader. Nachdem sie Anfang der 1970er Jahre mit Hüsch auf Konzertreise gingen, tourten sie 1973/74 gemeinsam mit Ulrich Roski und Hannes Wader. Im Jahre 1975 wurden Schobert & Black mit dem Deutschen Kleinkunstpreis in der Kategorie Chanson ausgezeichnet.

Mehr als 20 Langspielplatten wurden von Wolfgang Schulz und Lothar Lechleiter veröffentlicht, darunter ein Doppelalbum mit Kalenderliedern nach Texten von Fritz Graßhoff und Felix Rexhausen sowie ein Live-Doppelalbum. Schobert & Black hatten jährlich bis zu 300 Auftritte und füllten dabei auch die größten Säle, wie die Gruga-Halle in Essen oder die Philharmonie in Berlin. Im Jahre 1985 beschlossen beide, zukünftig künstlerisch getrennte Wege zu gehen.
Black zieht es auch heute noch auf die Bühne. Ebenso veröffentlicht er weiter Tonträger, so u.a. 2004 zusammen mit Pit Klein eine CD zu Leben und Werk von Fritz Graßhoff. Schobert starb während der Arbeit an einer Solo-LP 1992 in Berlin an plötzlichem Herzversagen. |